Schmidmaier R, Eiber S, Ebersbach R, Schiller M, Hege I, Holzer M, fischer MR. Das Erlernen der Fakten in der medizinischen Schule reicht nicht aus: Welche Faktoren sagen eine erfolgreiche Anwendung von Verfahrenswissen im Labor vor? BMC Med Educ. 2013;13:28. Die ersten beiden Jahre der medizinischen Schule bestehen aus den sogenannten präklinischen Klassen. Während dieser Zeit werden die Studierenden in den Grundlagenwissenschaften (z.B. Physik, Chemie, Biologie, Anatomie, Physiologie, Biochemie, etc.) unterrichtet und müssen eine bundesweit eingeskuläre Bundesmedizinprüfung (Erster Abschnitt der ärztlichen Prüfung) bestehen. Nach Abschluss der Studiengang summieren sich die Studierenden in die klinische Phase, wo sie drei Jahre Langarbeit und Ausbildung in den klinischen Fächern (z.B. Innere Medizin, Chirurgie, Geburtshilfe und Gynäkologie, Pädiatrie, Pharmakologie, Pathologie usw.) erhalten. Nach diesen drei Jahren müssen sie die zweite Bundesarztprüfung (Zweiter Abschnitt der ärztlichen Prüfung) bestehen, bevor sie mit dem sechsten und letzten Jahr fortfahren.

Das letzte Jahr der medizinischen Schule besteht aus dem sogenannten “Praxisjahr” (Praktisches Jahr, PJ). Die Studierenden müssen drei viermonatige Lehrstellen absitzen, zwei davon in einem Krankenhaus (Innere Medizin und Chirurgie) sowie ein Wahlfach, das eines der anderen klinischen Fächer sein kann (z. B. Familienmedizin, Anästhesiologie, Neurologie, Pädiatrie, Radiologie usw.). Nach mindestens sechs Jahren Medizinstudium absolvieren die Studierenden ein Abitur. Die Absolventinnen und Absolventen erhalten die Lizenz zur Ausübung der Medizin oder Zahnmedizin und den Berufstitel Arzt (Arzt) oder Zahnarzt (Zahnarzt). Die akademischen Abschlüsse Doktor der Medizin (Dr. med.) und Doktor der Zahnmedizin (Dr. med. dent.) werden verliehen, wenn der Absolvent darüber hinaus ein wissenschaftliches Studium und eine Dissertation erfolgreich abgeschlossen hat.

Es ist ein Doktortitel und unterscheidet sich daher von den MD- oder DDS-Abschlüssen in den USA, die als berufliche Abschlüsse nach bestandener Abschlussprüfung vergeben werden und keine zusätzliche wissenschaftliche Arbeit erfordern. Viele Medizinstudenten entscheiden sich für ihre Abschlussarbeit während ihres Studiums an der medizinischen Fakultät, aber nur ein Bruchteil von ihnen ist in der Lage, den Dissertationsprozess während ihres Studiums zu beenden. Die Voraussetzungen für einen Dr. med. Grad sind nicht so schwer wie für den Naturwissenschaftler (Dr. rer. nat.). Daher befürworten viele Kritiker, ein Ähnliches wie in den angelsächsischen Ländern einzuführen, das einen MD als Berufsabschluss und einen Doktortitel mit zusätzlicher wissenschaftlicher Qualifikation hat. Wenn Ärzte eine Arztpraxis eröffnen wollen, müssen sie den Aufenthalt weiter absolvieren, um die bundesstaatlichen Anforderungen zu erfüllen, Facharzt zu werden (spezialisiert auf ein bestimmtes Fachgebiet wie Innere Medizin, Chirurgie, Pädiatrie usw.).